VON ALEXANDER STIEHLE | 16.02.2012 13:37
Sozialabgaben für dual Studierende
Was ist ein duales Studium?
Bei einem dualem Studium handelt es sich um einen Studiengang, der sowohl Praxis-, als auch Theoriewissen vermittelt. Die Theorievermittlung findet an einer Hochschule statt, die Praxiserfahrung wird in einem Unternehmen gesammelt. Der große Vorteil dieses Studienganges besteht darin, dass die Studenten schon viel Erfahrung in der Praxis gesammelt haben und somit nicht als theoriespezifische „Fachidioten“ enden. Außerdem wird die geleistete Arbeitszeit in einem Unternehmen entsprechend vergütet, womit wiederum ein Teil der angefallenen Studienkosten gedeckt werden kann. Dabei muss zwischen einem praxisintegrierten Studiengang ohne IHK – Prüfung, und einem ausbildungsintegrierten Studiengang mit IHK – Abschluss unterschieden werden.
Ein ewiges Hin und Her
Schon früher mussten alle dual Studierende Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Das änderte sich jedoch vor etwas über einem Jahr. Das Bundessozialgericht (BSG) entschied nach einem Rechtsstreit, dass nur noch Teilnehmer eines ausbildungsintegrierten Studienganges zahlen müssen. Studenten eines praxisintegrierten Studiums wurden von den Gebühren befreit, weil nach der Auffassung des BSG die im Unternehmen abgeleistete Praktikumszeit nicht im Zusammenhang mit der betrieblichen Berufsbildung steht. Diese Entscheidung wurde gekippt. Nun werden wieder alle Studenten eines dualen Studienganges zur Kasse gebeten.
Das BSG begründet seinen Beschluss damit, dass die Studenten, die eine Vergütung von den Firmen erhalten, mit Auszubildenden vergleichbar sind. Infolgedessen müssen sie Sozialversicherungsbeiträge entrichten. Auch wenn die Studenten gar nichts verdienen muss der Arbeitgeber Beiträge für Renten-, und Arbeitslosenversicherung zahlen. Im Westen belaufen sich die Beiträge auf 26,25 Euro, im Osten auf 22,40 Euro. Eine Studentengruppe kann jedoch aufatmen: Werksstudenten bleiben von der Sozialversicherungspflicht verschont.
Gegenstimmen werden laut
Mit einer Onlinepetition haben die Studenten versucht dem Beschluss entgegenzuwirken. Einerseits seien sie Studenten und keine Auszubildenden, und fielen somit nicht unter das Berufsausbildungsgesetz. Andererseits ist die finanzielle Belastung für duale Studenten sowieso schon hoch genug, weil sie oft für zwei Wohnungen aufkommen müssten. Eine am Hochschulort, eine andere am Arbeitsplatz. Allerdings hatte die Petition keinen Erfolg.
-
Wie finde ich eine Studentenwohnung?
Eine Frage, die sich gerade zu Semesterbeginn in zahlreichen Uni-Städten tausende von Studenten stellen. Mittlerweile kann man von einem Standardproblem und Alltag eines jeden Ersties sprechen ...
Du hast endlich deinen ersehnten Studienplatz ergattert, ziehst allein in eine aufregende Stadt und dann: keine Wohnung weit und breit!
[...]»
-
Rechtsformen Teil 1- Personengesellschaften
Wer ein Unternehmen gründen möchte, der steht vor vielen Fragen. Aber zu den Wichtigsten gehört die Wahl der richtigen Rechtsform. Welche Rechte und Pflichten ergeben sich, wie ist die Haftung, welches Kapital muss ich aufbringen? UNI.DE stellt euch hier zunächst die sogenannten Personengesellschaften vor.
[...]»
-
Studentendarlehen
Haste mal ´nen Kredit.
Zeit ist Geld und Zeit hat man als Student in Zeiten von Master und Bachelor nicht mehr. Ein Studentenjob bessert zwar die Kasse auf, lenkt aber auch vom Studium ab. Das muss nicht sein: Banken und Sparkassen haben hierfür nun den Studentenkredit ins Leben gerufen.
[...]»
-
Auf Stipendiensuche
Nur zwei Prozent aller Studenten in Deutschland erhalten ein Stipendium. Dabei gäbe es genügend Möglichkeiten, sich finanziell und ideell fördern zu lassen. Und nicht nur Überflieger bekommen Unterstützung, auch Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder mehrfachen Studienabbrüchen stehen Förderungen offen. UNI.DE stellt verschiedene interessante Begabtenförderungswerke und Stiftungen im Überblick und mit Links auf deren Homepages vor.
[...]»
-
Was muss ich als Student bei einem Nebenjob beachten?
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes arbeiten 67 Prozent aller StudentInnen in Deutschland während des Studiums, und zwar durchnittlich 15 Stunden pro Woche. Das ist eine ganze Menge. Neben der Unterstützung durch die Eltern und BAföG finanzeren sich so die meisten Studenten ihr Studium.
[...]»
-
Deutschland-Stipendium
Die Finanzierung des Studiums ist für viele Studenten ein großes Problem. Das neu eingeführte Deutschland-Stipendium könnte eine weitere Alternative für besonders gute Studenten sein, das Studium zu finanzieren.
[...]»
-
Elite-Förderung auf Staatskosten
Es war eine Rettung in letzter Minute, denn eigentlich war das nationale Stipendienprogramm schon gescheitert. Völlig überraschend rettete die Bundesregierung das Prestige-Projekt dann doch noch, indem sie den Ländern die volle Kostenübernahme zusagte.
[...]»
-
BAföG aktuell
Voraussetzungen, Höchstsatz, Freibeträge: Ab Wintersemester 2016/2017 verbessern sich viele Bedingungen für den Bezug und die Rückzahlung von BAföG, vor allem für Studierende. UNI.DE mit einem Überblick über die Neuerungen beim Bundesausbildungsförderungsgesetz.
[...]»
-
Harvard, Stanford oder Yale
Zum Aufbaustudium an amerikanische Top-Universitäten
[...]»
-
BAföG - Ein kurzer Überblick
Wenn Mama und Papa nicht in die Tasche greifen, um während des Studiums mit Barem auszuhelfen, bleibt das berühmte BAföG das wahrscheinlich häufigste Mittel zur Studienfinanzierung. Das „Bundesausbildungsförderungsgesetz“ wurde 1971 verabschiedet, um „indivduell bedürftigen“ StudentInnen finanzielle Mittel zunächst als Vollzuschuss zur Verfügung stellen.
[...]»