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21.07.2026 11:55 Uhr

Leben am energetischen Limit - Neues Rahmenkonzept zur mikrobiellen Genügsamkeit erklärt

Wie können Mikroorganismen überleben, wenn kaum Energie und Nährstoffe verfügbar sind? Dieser Frage widmet sich eine neue Übersichtsarbeit von Forschenden der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der schwedischen Linnaeus Universität, die jetzt in der Fachzeitschrift Nature Microbiology erschienen ist. Darin stellen Prof. Dr. Kirsten Küsel und Prof. Dr. Mark Dopson das Konzept der „mikrobiellen Genügsamkeit“ (microbial frugality) vor – ein neues Rahmenkonzept, das erklärt, wie Mikroorganismen unter den extrem energiearmen Bedingungen des Grundwassers überdauern und dennoch zentrale Stoffkreisläufe aufrechterhalten.

Unter unseren Füßen liegt einer der größten und zugleich am wenigsten erforschten Lebensräume der Erde. In Grundwasserleitern, Gesteinsporen und tiefen Felsspalten leben gewaltige mikrobielle [...]

20.07.2026 16:41 Uhr

Ausgezeichnete Forschung an nachhaltigen Batteriematerialien - Wissenschaftspreis der Stadt Ulm für

Sie ist eine der prägendsten Wissenschaftlerinnen ihres Fachs und arbeitet an Lösungen für eine zentrale Zukunftsfrage: Die Chemikerin Professorin Birgit Esser forscht zu nachhaltigen Batteriematerialien und ist Ulmer Sprecherin des Exzellenzclusters POLiS. Ihre wissenschaftliche Exzellenz würdigt die Stadt Ulm mit dem Wissenschaftspreis 2026, den Oberbürgermeister Martin Ansbacher am Schwörmontag feierlich übergeben hat.

Für eine gelingende Energiewende ist die elektrochemische Energiespeicherung eine Schlüsseltechnologie und damit gesellschaftlich hochrelevant. Wie solche Speicher leistungsfähiger, [...]

18.07.2026 17:13 Uhr

Start für die „Tara Polar Station“ - Jenaer Forschung ist Teil einer internationalen

Vor mehr als 130 Jahren ließ sich der Polarforscher Fridtjof Nansen mit seinem Schiff Fram bewusst im arktischen Meereis einschließen, um sich mit der Eisdrift dem Nordpol anzunähern. Seine Expedition schrieb Polargeschichte. Nun knüpft die internationale Forschungsplattform „Tara Polar Station“ an dieses Prinzip an – nicht, um neue Routen zu entdecken, sondern um Antworten auf eine der drängendsten Fragen unserer Zeit zu finden: Wie verändert der Klimawandel das Leben in der Arktis? Mit dem Auslaufen der Tara Polar Station am 19. Juli 2026 aus dem französischen Lorient beginnt eine der außergewöhnlichsten wissenschaftlichen Expeditionen unserer Zeit. Zwölf Forschende werden sich im kommenden Winter gemeinsam mit der Forschungsplattform im Eis treiben lassen und monatelang unter extremen Bedingungen Wasser-, Eis- und Atmosphärenproben sammeln. Mit dabei ist auch die Friedrich-Schiller-Universität Jena: Forschende um Prof. Dr. Georg Pohnert tragen mit ihrer Expertise dazu bei, die Auswirkungen des Klimawandels auf das mikrobielle Leben im Arktischen Ozean zu entschlüsseln.

Die Arktis erwärmt sich schneller als nahezu jede andere Region der Erde. Dennoch ist bislang nur wenig darüber bekannt, wie sich diese Veränderungen auf die mikrobiellen Lebensgemeinschaften [...]

14.07.2026 13:34 Uhr

Erste Absolventinnen und Absolventen im Bachelorstudiengang Digitaler Baumeister verabschiedet

Die Technische Hochschule Augsburg (THA) hat am vergangenen Freitag die ersten Absolventinnen und Absolventen aus dem Bachelorstudiengang Digitaler Baumeister verabschiedet. Der Bayerische Digitalminister Dr. Fabian Mehring, MdL, gab den jungen Fachkräften am Übergang vom Studium in den Beruf ein Grußwort mit auf den Weg. Er betonte dabei, wie dringend die digitale Transformation im Bauwesen sei und welche zukunftsfähige Rolle der Studiengang dabei spiele.

Im Rahmen der Hightech Agenda Bayern wurde der Studiengang 2022 ins Leben gerufen. Zugrunde lag die Vision, dass Gebäude, Quartiere und Städte der Zukunft smart, vernetzt, und klimaneutral sind. [...]

13.07.2026 11:19 Uhr

Pilotanlage entnimmt Ammoniak aus Abwasser - Test im Neu-Ulmer Klärwerk Steinhäule

Ab August 2027 muss aufgrund einer EU-Richtlinie deutlich mehr Stickstoff und Phosphor aus kommunalen Abwässern entfernt werden. Forschende des Instituts für Chemieingenieurwesen der Universität Ulm haben deshalb in Kooperation mit dem Zweckverband Klärwerk Steinhäule ein Verfahren zur Entfernung von Ammonium entwickelt und eine Versuchsanlage aufgebaut. Der im Prozesswasser enthaltene Stickstoff soll künftig recycelt werden. Seit Kurzem wird das Verfahren vor Ort in der Neu-Ulmer Kläranlage getestet.

Gelangen zu viel Stickstoff und Phosphor in ursprünglich nährstoffarme Gewässer, hat das weitreichende Folgen: Ammonium ist für Fische giftig und die Nährstoffe regen das Wachstum von Algen und [...]

10.07.2026 15:09 Uhr

Unterschätzte Wirkung von Temperaturschwankungen - Forschende des Exzellenzclusters „Balance of

Forschende des Exzellenzclusters »Balance of the Microverse« der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) belegen erstmals, dass die Mikroalge Chlamydomonas reinhardtii schon bei moderaten Temperaturveränderungen die Aktivität von rund einem Drittel ihrer proteinkodierenden Gene verändert. Die im Fachmagazin The Plant Cell erscheinende Studie deutet auf weitreichende Folgen des Klimawandels für aquatische Ökosysteme und den Boden hin.

Die Lücke zwischen extremer Hitze und Kälte Mikroalgen sind unsichtbare Motoren des Lebens: Durch Fotosynthese binden sie einen erheblichen Teil des planetaren Kohlendioxids und bilden [...]

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