
Die Geschichte des Campus’ beginnt vor gut 65 Jahren, als die amerikanische Besatzungsmacht in Mangel medizinischer Versorgung beschloss, ein rund eintausend Betten fassendes Lazarett einzurichten. In den frühen Neunzigern schließlich gaben die Amerikaner ihre Station in Birkenfeld auf und was blieb, war der unheimliche Charme leerer Krankenhausflure und der Geruch von Desinfektionsmittel in den Wänden. Die Hochschule Trier sah ihre Gelegenheit gekommen, einen weiteren dringend benötigten Campus zu errichten und verwandelte in nur zwei Jahren das Krankenhaus in einen modernen Campus. Wo in den Fünfziger und Sechziger Jahren noch operiert wurde, studieren nun gut 2.700 junge Menschen. Die etwas abgeschiedene Lage mitten in der Natur heißt zum einen auf das Großstadtleben weitestgehend zu verzichten, zum anderen aber auch direkt auf dem Campus in einem der acht Wohnheime zu leben, seine Kommilitonen und Kommilitoninnen schnell näher kennen zu lernen und einen direkten und sehr persönlichen Umgang mit den Lehrenden einzugehen. Wer es jedoch trotzdem vorzieht, seinen Lebensmittelpunkt in die Stadt zu verlegen, kann die günstige Verkehrsanbindung nutzen, die zu früheren Zeiten noch die alten Krankenbetten abtransportierte. Der Bahnhof direkt vor den Toren der Universität bringt die Studierenden in eineinhalb Stunden nach Mainz oder in einer knappen Stunde nach Saarbrücken.