VON SINEM S. | 18.04.2013 16:43
Der Hochschulpakt
Bis zum Jahr 2015 sollen Bund und Länder den Hochschulpakt, der 2007 beschlossen wurde, um einen weiteren Millionenbetrag aufstocken. Allein der Bund wird den Ausbau der Hochschulen mit weiteren 2,2 Milliarden Euro finanzieren, so die Einigung der Wissenschaftsminister von Bund und Ländern im April 2013 in Berlin. Damit die Fachkräfte in Deutschland in einigen Jahren nicht fehlen, müssen nun viele Studierende auf ihrem Weg in die Berufswelt unterstützt werden. Ob Ausbau der Mensen, Wohnheime oder Bibliotheken, an Geld mangelt es derzeit überall, die Hörsäle sind überfüllt und die Master-Studienplätze rar. Dies soll der Hochschulpakt nun verbessern.
Bereits zum zweiten Mal werden die Mittel für den Hochschulpakt durch Bund und Länder nun erhöht. In der ersten Phase des Hochschulpaktes (von 2007 bis 2010) gelang es den Ländern noch nicht so ganz, die steigenden Ausgaben trotz Finanzspritze durch den Bund aufzufangen. Manche Länder, wie Berlin, Hamburg und Bremen blieben dem Bund sogar ihren ersten Anteil schuldig, denn die Länder hatten sich im Rahmen dieses Hochschulpaktes verpflichtet, beidseitig den Ausbau des Bildungssektors zu finanzieren.
Bildung in der Krise?
Die europäische Schuldenkrise bedroht die Universitäten. Die betroffenen Länder sparen oftmals gerade in dem Bereich, der für ihre langfristige wirtschaftliche Entwicklung zentral ist
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Der Bund kam dieser Abmachung nach, die Länder tun sich bis jetzt noch schwer. Allerdings wurde die Zahl der Studienanfänger in der ersten Phase auch bis um die Hälfte unterschätzt: Dank G8-Jahrgängen, geburtenstarke Abiturjahrgänge und Abschaffung der Wehrpflicht strömten in diesem Zeitraum doppelt so viele Erstsemester an die Hochschulen in Deutschland. Nun wird in der zweiten Paktphase mit 630.000 statt der
prognostizierten 270.000 Studienanfänger gerechnet, die zweite Phase dauert bis 2015 an. Problematisch ist auch, dass die Finanzhilfen des Bundes nicht direkt bei den Hochschulen landen, und somit eine gewisse Transparenz gewährleistet werden könnte, sondern im Finanzministerium der jeweiligen Länder. Wie viel im Endeffekt wirklich für die Hochschulen ausgegeben wird, kann im Nachhinein sehr schwer nachvollzogen werden, hier wäre ein stärkeres Mitspracherecht von Seiten des Bundes wünschenswert.
Qualitätsoffensive Lehrerbildung
Die
Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat ebenfalls im April 2013 die „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ beschlossen. Ab 2014 sollen Bund und Länder bis 2024 mit bis zu 500 Millionen Euro unterstützt werden, um die Qualität des Lehramtsstudiums zu verbessern. Auch das Stichwort Mobilität stand auf der Tagesordnung, denn zukünftig soll der Wechsel von einem Bundesland ins nächste für Lehramtsanwärter einfacher gestaltet werden. Zusätzlich wird die Universitätsmedizin weiter ausgebaut werden, denn an den Universitätskliniken fehlt jetzt schon das Geld, um Forschung und Lehre voranzutreiben. Allerdings bedeutet ein Studienplatz mehr nicht unbedingt mehr Platz in den Mensen der Universitäten oder mehr Wohnheimzimmer. Hier besteht ebenfalls dringender Handlungsbedarf, denn der Mangel an Unterkünften erschwert die Studien- und Arbeitsbedingungen der Studenten erheblich. Die von Bildungsministerin Wanka geplante
BAföG-Reform lässt ebenfalls noch auf sich warten, ursprünglich war von einer Erhöhung des BAföG-Satzes die Rede, zudem sollte berufserfahrenen Studieninteressierten durch eine Anhebung der BAföG-Altersgrenze der Zugang zum Hochschulstudium erleichtert werden.
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DDB – Deutsche Digitale Bibliothek
Sie soll 30.000 deutsche Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen vernetzen und über eine gemeinsame Plattform zugänglich machen. Eine Beta-Version ging am 28. November 2012 mit ca. 5,6 Millionen Objekten online.
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Studieren trotz chronischer Krankheit
Studieren ist nicht leicht, schon gar nicht, wenn man auch noch mit einer Form der Behinderung oder chronischer Krankheit zu kämpfen hat. Viele Studierende müssen somit einen etwas anderen Alltag meistern als ihre Kommilitonen, was aber gar nicht auf Anhieb zu erkennen ist. Im Studiengetümmel haben sie oftmals Schwierigkeiten, sich jemandem anzuvertrauen, oder den Dozenten ihre Lage zu schildern. Doch ein Nachteilsausgleich stünde ihnen zu, gerade wenn es um Prüfungen und Fristen geht.
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Unmoralisches Verhalten in der Arbeitswelt - Einstellungen und Normen bei Studierenden
Ein bisschen bei der abgeleisteten Arbeitszeit mogeln, um mehr Zeit für Freunde und Familie zu haben – ein Kavaliersdelikt? Im Gegenteil, sagt Carolina Frischke. Die 26-jährige studiert derzeit Betriebswirtschaftslehre in Dresden, 2013 hat sie ihre Bachelorarbeit über unmoralisches Verhalten am Arbeitsplatz geschrieben und damit den dritten Preis des GGS Young Talent Award gewonnen. Im UNI.DE Interview erzählt sie, warum sie sich gerade für dieses Thema entschieden hat, wieso auch kleine Mogeleien zum Problem werden können und welche Faktoren uns überhaupt dazu bewegen, am Arbeitsplatz unmoralisch zu handeln.
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Honig nach eigenem Geschmack - BWL-Student gründet Honig-Onlineshop
Auf honigplus.de verkauft Ingmar Kersten Honig aus eigener Imkerei, der mit verschiedenen Zutaten auf Wunsch verfeinert werden kann. Mit dem Onlineshop erfüllt sich der BWL-Student einen lang gehegten Traum und setzt sich gleichzeitig für nachhaltigen Konsum ein.
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Oft überhaupt nicht selbstlos – Schenkökonomien
Bald ist wieder Weihnachten und mit dem Fest kommt die Bescherung. Bei dem größten Fest im Jahr geht es oft um eins: Geschenke. Dass Geschenke oft nicht selbstlos sind, sondern etwas zurückfordern, kennen wir alle. Mit einer Wirtschaft des Schenkens hat sich der Franzose Marcel Mauss Anfang des 20. Jahrhunderts beschäftigt. Über seine Erkenntnisse und darüber was ein ideales Geschenk ist, berichtet UNI.DE.
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AStA: Studentische Mitbestimmung an den Hochschulen
Vor allem im Allgemeine Studierendenausschuss, dem AStA, nehmen Studenten das Recht zur Mitbestimmung ihrer Angelegenheiten an den Hochschulen wahr. Das funktioniert nicht immer reibungslos, oft gegen politische Widerstände und hat eine bewegte Geschichte.
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Hirndoping
Im antiken Griechenland hatte man es und natürlich war es auch den Römern nicht fremd. Sogar die
Inkas konnten die Finger nicht davon lassen. Angeblich machen jetzt auch Studenten davon Gebrauch. Die Rede ist von - Doping.
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Zu viele Studierende bedrohen die deutsche Wirtschaft
Was machen viele Gymnasiasten nach dem Abitur? Studieren natürlich. Dass in Deutschland in den letzten Jahren die Zahl der Studierenden gestiegen ist, sehen einige als Erfolg von Chancengleichheit und Bildungssystem, während es für andere jedoch keine tolle Errungenschaft ist. So erklärt etwa Eric Schweitzer, der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages die wachsende Unzufriedenheit der deutschen Wirtschaft mit Bachelorabsolventinnen und -absolventen durch zu hohe Studierendenzahlen. Was Schweitzer sonst noch bemängelt und warum die Zahl der Studierenden vielleicht doch nicht ausschlaggebend sein könnte, zeigt UNI.DE.
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