VON NATASCHA VASILJEVIC | 27.07.2010 16:50

ALOHA – Ein Semester auf Oahu

Es fing alles mit der Info-Veranstaltung an, welche ich im Winter 2009 besuchte.

Stephanie Denim, Deutschlandbeauftragte der Hawaii Pacific University, war bei uns an der HNU zu Gast. Was anfangs als relativ unvorstellbar klang, sollte bald Wirklichkeit werden: Studieren, wo andere Urlaub machen bzw. heiraten.

Ich will im Folgenden nicht allzu viel über die Insel selbst erzählen – eine Erfahrung, welche man übrigens gemacht haben sollte- sondern mich eher auf Tipps und Hinweise konzentrieren, die die Vorbereitung erleichtern sowie die Anfangszeit an einem der schönsten Plätze der Erde:

Vorbereitung
- Hat man sich für ein Auslandssemester an der HPU entschlossen und die dafür notwendige Bewerbung eingereicht, rückt der Traum schon ein Stück näher. Sobald man die Zulassung von der HPU bekommen hat, kann es losgehen.
- Die Vorbereitung seitens der HPU ist wirklich lückenlos. Stephanie schickt einem in regelmäßigen Abständen Emails, in welchen alle Schritte detailliert dargestellt sind. Wenn man sich an diese Leitfäden hält, kann nichts passieren.
- Die Kursauswahl am Besten als Erstes machen: ausländische Studenten werden für die Kurse eingeschrieben bevor die Kurse den anderen Studenten zur Auswahl stehen: d.h. wenn man seine Kursauswahl rechtzeitig – circa 3 Monate vor Semesterbeginn – abschickt, ist die Chance auch sehr groß in seinen gewünschten Kurs zu kommen. Kurse sind im Kursbuch online einzusehen bzw. im International Office, wo immer einige gedruckte Exemplare vorzufinden sind.
- Das Visum ist relativ leicht zu bekommen – ich hatte es innerhalb eines Tages. Mit den erforderlichen Dokumenten entweder nach Frankfurt oder München. Es werden übrigens Passbilder im Format von 5 x 5 cm benötigt, welche man für teures Geld beim Fotografen machen lassen kann oder man nutzt den Passbildautomaten in der US-Botschaft in München, wo die Bilder nur 5 Euro kosten … am Besten vorher anrufen, ob der Automat auch in Betrieb ist.
- Auslands-Bafög so früh wie möglich beantragen: der Papierkrieg ist halb so wild und man hat die Chance fast die gesamte Studiengebühr sowie Flugkosten erstattet zu bekommen sowie ein angemessenes Zubrot für den täglichen Lebensunterhalt. Auslands-Bafög wird übrigens zum Teil auch an Studenten gezahlt, welche kein Inlands-Bafög beziehen: es lohnt sich also einen Versuch zu unternehmen.
- Sobald man die Zusage von der HPU in der Tasche hat, lohnt es sich den Flug zu buchen: Hin- und Rückflug gibt es bereits ab circa 700 Euro. Ich habe circa 4 Wochen vor dem Abflug im September gebucht und 890 Euro bezahlt.
- Beim Kofferpacken darauf achten, so wenig wie möglich mitzunehmen – Oahu eignet sich wunderbar zum Shoppen und die meisten Airlines verlangen für das zweite Gepäckstück eine Gebühr.
P.S.: Handtücher und sonstige Haushaltsgegenstände gibt es gut und günstig bei „Ross – dress for less“.
- Koffer und Taschen gut leserlich und sichtbar beschriften: Name und Zielflughafen! Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Gepäck nie oder sehr spät nach einem selbst am Zielort eintrifft ist größer als man denkt …
- Wichtige Gegenstände, wie z.B. Ladekabel für Notebook, Kamera, immer ins Handgepäck!
- Da für jeden Kurs an der HPU Bücher erforderlich sind, lohnt es sich diese vorab über amazon oder sonstiges zu bestellen. Die benötigten Bücher kann man über die HPU Pipeline einsehen und in den meisten Fällen ist es nicht empfehlenswert diese im Bookstore zu kaufen, da die Bücher dort in der Regel sehr teuer sind – ein einzelnes kann dabei schnell mal 180 Dollar kosten! Da der Versand aber bei Internetbestellunge schnell mal 3-4 Wochen dauern kann, sollte man also diese Zeit einplanen!

Kurse
Durch die Zahlung der Studiengebühr hat man ein Anrecht bis zu 6 Kurse ohne weitere Kosten zu besuchen. Da die Kurse aber zeitaufwendig sind, reicht es vollkommen aus, sich für 4 einzuschreiben. Ich habe folgende Kurse besucht:

International Business Management (Niti Villinger)
Es wurden verschiedene Länder im Hinblick auf ihr zukünftiges wirtschaftliches Potential vorgestellt bzw. selbst erarbeitet. Die Vorlesung war eher langatmig, obwohl Mrs. Villinger versucht hat dies durch die sog. „open Friday’s“ (Gastredner aus verschiedenen Branchen) und Videofilme aufzulockern.

International Marketing (Online – Cliff Deeds)
Bei diesem Kurs ist es wichtig sich von Beginn an einzubringen. Dieser Kurs war sehr aufwendig, da man zu Wochenbeginn immer die Chapter gelesen haben musste und sich dann an den Online-Discussions beteiligen musste. Desweiteren musste man öfters sog. „term paper“ schreiben und Quizzes über die Chapter ablegen. Sehr viel Lese- und Schreibarbeit aber ansonsten ein toller Kurs.

Consumer Behavior (Joseph Chunghi Ha)
Eine tolle Ergänzung zu allen Marketingvorlesungen. Hier werden verschiedene Aspekte der Konsumentenforschung vorgestellt. Prof. Ha macht interessante Vorlesungen, in denen man viel über seine Familie erfährt und natürlich auch über das Themengebiet. Dieser Kurs war sehr arbeitsintensiv (Chapter und case presentations) und die Vorbereitung für das midterm und final exam war auch aufwendiger als in anderen Kursen.

Intercultural Communication (Marianne Luken)
Mal was ganz anderes als BWLer gewöhnt sind. Sehr interessanter Kurs mit einer tollen Dozentin.