VON JULIA ZETZ | 18.09.2014 16:23
Ashoka – Ein Herz für den sozialen Wandel
Unter dem Strich muss es stimmen, es müssen schwarze Zahlen geschrieben werden, es muss Gewinn erwirtschaftet werden. Und das oftmals zu jedem Preis, den es zu zahlen gilt. Viele Menschen arbeiten sehr hart für sehr wenig Geld, einige arbeiten ebenso hart, verdienen aber mehr. Egal welche Perspektive man wählt, wer angestellt ist, der muss sich meistens den Zielen der Firma beugen. Und das bedeutet für viele Überstunden, arbeiten trotz Krankheit und viel Stress. Doch es gibt auch Ausnahmen, es gibt Unternehmer, deren oberstes Ziel ist nicht das Erwirtschaften von einem maximalen Gewinn, sondern der soziale Wandel ist. Social Entrepreneurship ist der gängige Fachbegriff dafür. Diese Männer und Frauen wollen etwas bewegen, einen Wandel herbeiführen und sind zumeist im Umweltschutz, in der Armutsbekämpfung oder im Kampf um Menschenrechte tätig. Und weil diese sozialen Unternehmer Hilfe brauchen, hat Bill Drayton im Jahr 1980 die Non-Profit-Organisation Ashoka gegründet.
Bill Drayton, der Gründer von Ashoka, hatte vor über 30 Jahren ein Ziel: innovative Ideen, deren Potential er erkannte, zu fördern und voran zu bringen. Er wollte Unternehmer unterstützen, die ein Konzept zur Lösung von gesellschaftlichen Problemen hatten, denen aber die finanziellen Mittel fehlten. Seither wurden in über 70 Ländern mehr als 2.000 sogenannte Fellows ausgewählt, deren Projekte unterstützt wurden. Seit dem Jahr 2003 gibt es Ashoka auch in Deutschland, denn man beschloss, dass auch in Westeuropa soziale Projekte unterstützt werden müssen.
Missstände überwinden, Gutes tun
Es ist zwar eine pragmatische Floskel, aber bei Ashoka ist der Name Programm, denn er geht bis ins dritte Jahrhundert zurück. Damals hat sich der indische Fürst Ashoka nach vielen Jahren der kriegerischen Herrschaft für ökonomischen Wohlstand, Frieden, Freiheit und Toleranz eingesetzt.
Heute kann die Organisation auf viele erfolgreiche Projekte zurückblicken:
Papilo e.V.: Dieses Projekt soll die sozial-emotionale Kompetenz von Kindern stärken und sie damit schützen, später mit Drogen und Gewalt auf Probleme zu reagieren.
Klaas Glenewinkel: Klaas Glenewinkel sorgt in Krisenregionen dafür, dass Medienvertreter möglichst lange eine politische Unabhängigkeit genießen.
Mikrokreditfonds: Diese Mini-Kredite sorgen für mehr wirtschaftliches Wachstum in Entwicklungsländern.
Weitere Informationen zu den Projekten von Ashoka findet man im Internet unter engagiert-in-deutschland.de.
Einander helfen
Selbstverständlich finanziert sich Ashoka nicht nur durch Spenden, sondern hauptsächlich über private Investoren. Diese Investoren zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie durch ihr finanzielles und persönliches Engagement dabei helfen möchten, die Gesellschaft nachhaltig ein kleines bisschen zu verändern. Das Ashoka Support Network bietet Förderern und Investoren dafür eine geeignete Plattform.
Natürlich wird nicht jeder mit einer guten Idee gefördert. Wer als Social Entrepreneur auftreten will, der muss eine Idee haben, die das gesellschaftliche System nachhaltig verändern kann. Insgesamt ist Ashoka eine innovative Organisation, die bereits viele Ideen und Projekte erfolgreich unterstützt hat. Zuweilen wünscht man sich auch von anderen Unternehmern und Konzernen mehr sozialen Verstand und Engagement.
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