VON RICHARD KEHL | 17.06.2010 08:49
UNI Kino: Amelia
Die indische Erfolgs-Regisseurin Mira Nair verfilmte mit einer Starbesetzung das relativ kurze, aber turbulente Leben der mutigen Luftfahrtpionierin und Feministin Amelia Earhart.
Amelia (Hilary Swank) war eine sehr mutige und bemerkenswerte Frau. Mit ihrer Atlantik-Überquerung 1928, wenn auch vorerst nur als Passagier, war sie die erste weibliche Pilotin, die sich mit dieser Aktion in die Herzen der Welt flog. Von diesem Zeitpunkt an galt sie als weibliches Pendant zu Charles Lindbergh, mit dem Spitznamen „Lady Lindy“. 1932 überflog sie erneut selbst als Pilotin den Atlantik und schrieb damit Luftfahrt-Geschichte. Ihre Berühmtheit nutzte sie aus, um die Gleichberechtigung der Frau voranzutreiben. Ihren Traum von einem Weltumrundung besiegelte 1937 ihr Schicksal und die ihres Navigators (Christopher Eccleston): Beide sind über den Atlantik verschollen.
Mit Startschwierigkeiten eroberte sie langsam aber sicher ihren Verleger und PR-Pionier George Putnam (Richard Gere). Er managte sie nicht nur, sondern ehelichte sie auch. Amelia widerstrebte der Gedanke verheiratet und gebunden zu sein. Einen Vogel kann man nicht einsperren. Die persönliche Freiheit und das Fliegen war ihr wichtiger. Durch ihre freche und revolutionäre Art war Amelia anders als das Klischeebild der Frau zu dieser Zeit. Das zog anscheinend auch die Männer wie ein Magnet an. Unter ihren Bewunderern befand sich auch der Unternehmer und Pilot Gene Vidal (Ewan McGregor), dem Vater von Gore. Mit ihm verband sie eine Affäre und lebenslange Freundschaft. Beide Männer unterstützten ihre Karriere mit vollem Einsatz.
Kritik: verfilmte Biografien zählen zu den persönlichsten Streifen in Hollywood: Viele Biografien scheitern oft an der Tiefe des Ich´s. Sie zeigen Emotionen und Schicksale von Personen, die der Zuseher bis dato, so noch nicht gesehen oder gar gekannt hat. Im Gegensatz zu Dokus wird hier bewusst auf die Emotionsdrüse gesetzt. Ebenso bei Amelia. Hilary Swank ähnelt nicht nur mit ihrer Kurzhaarfrisur und dem markanten Gesicht dem Vorbild, sondern spielt die Rolle auch überzeugend. Leider bleibt das Porträt der Fliegerin am Horizont hängen, während ihre Schauspielerkollegen als Beiwerk auf dem Boden der Tatsachen zurück bleiben. Im Vordergrund steht die Fliegerei. Schließlich zog Amelia ihre überirdische Liebe der irdischen Liebe vor. Und das sind auch genau die Szenen in dem der Film seine emotionale Stärke ausspielt: Epische Luftaufnahmen legendärer Flugzeuge, die zeigen, wie riskant, abenteuerlich und mutig die ersten Langstreckenpiloten und ihre Besatzung waren. Die Ängste, Freude, aber auch Verzweiflung in den Gesichtern der Crew kombiniert mit der tragischen Dreiecks-Beziehung von Amelia potenziert zum Ende hin nur noch den Tränendrüsenfaktor.
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