VON CHARLOTTE MEYER | 20.04.2015 13:40
Globales Projektmanagement – das Studium für eine nachhaltige Zukunft
Nachhaltigkeit ist das Thema unserer Zeit. Bildungskonzepte wie Globales Lernen weisen Menschen auf weltweite Zusammenhänge ihres Handelns hin und zeigen, dass etwa der eigene Konsum Auswirkungen auf weltweite Abfallexporte haben kann. Doch hört Nachhaltigkeit nicht beim Verständnis von Ursache und Folge auf, sondern entscheidend ist auch das nachhaltige Handeln und Wirtschaften. An Universitäten und Fachhochschulen werden deshalb Studierende auf die Herausforderungen globaler Wirtschaft vorbereitet und sollen helfen, nachhaltige Herangehensweisen durchzusetzen. Dies versucht beispielsweise ein Studiengang im niederländischen Zwolle. UNI.DE stellt ihn vor.
In den Niederlanden lernen, die Welt zu verbessern
Am Windesheim Honours College, einem Teil der Windesheim University of Applied Sciences im niederländischen Zwolle, kann man alles rund um das Thema Nachhaltigkeit lernen und wie es funktionieren kann, ein Unternehmen nachhaltig zu führen. Dies bietet der vierjährige Studiengang „Urban Economics“, der mit dem Bachelor in Business Administration in Global Project Management abschließt. Durch ihn sollen Studierende lernen, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten. Der Anspruch des Studiengangs ist dabei hoch: Die Kombination aus Projektmanagement und dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit soll den Studenten die Möglichkeit geben, „die Welt auf strukturierte und realistische Weise zu verbessern“. Auch stellt sich der Studiengang gegen Profitstreben und setzt sich für ein Gleichgewicht zwischen Mensch, Planet und Wohlstand ein. Studierende sollen befähigt werden, der Welt zu zeigen wie man Wirtschaftswachstum mit Sozial- und Umweltwohlstand in Einklang bringt.
Sensibel für weltweite Problemlagen
„Globales Lernen“ ist kein genau definiertes Schulfach. Es ist vielmehr ein Bildungskonzept, das zu Verantwortungsbewusstsein erziehen soll
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Auf dem Stundenplan: Empathie und regionale Wirtschaften
Konkret bedeutet der Schwerpunkt Urban Economics die Beschäftigung mit der Stadt aus mikroökonomischer und soziologischer Perspektive und betrachtet diese als „Experimentierlabor“, um die Mechanismen globaler Zusammenhänge zu verstehen. Der Studiengang schreibt in diesem Zusammenhang städtischen und regionalen Wirtschaften einen höheren Stellenwert zu, als staatlichen und nationalen Strukturen. Empathie und Teamgeist stehen auf dem Lehrplan in Form vom obligatorischen Aufenthalt im Studentenwohnheim im ersten Jahr, Freiwilligenarbeit oder informellen gemeinsamen Abendessen der Studierenden. Im höheren Semester erwartet die Studierenden schließlich die Schwerpunktsetzung auf unterschiedliche Projektmanagementbereiche. Auf diese Weise möchte das Programm internationale Projektmanager ausbilden, die globalen Herausforderungen die Stirn bieten und in multidisziplinären Umgebungen arbeiten können.
Nachhaltigkeit ist omnipräsent
Das Thema Nachhaltigkeit ist darüber hinaus auch aus der deutschen Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken. Allein in der Region Berlin-Brandenburg beispielsweise gibt es 28 verschiedene Studiengänge, die der Leitfaden „
Studium und Forschung zur Nachhaltigkeit“ präsentiert. Neben hauptsächlich naturwissenschaftlichen Studiengängen aus den Bereichen Umweltschutz, Umwelttechnik und regenerative Energien findet man hier auch Fächer aus anderen Disziplinen wie Global Change Management und Städtebau. Fachhochschulen wie Universitäten laden dabei Studieninteressierte ein, sich für ein nachhaltiges Studium zu immatrikulieren. Nicht nur in den Niederlanden, sondern auch an deutschen Universitäten wird nachhaltig gedacht und viele Studiengänge haben schon jetzt Projektarbeit als feste Bestandteile im Lehrplan. Hoffentlich kann das einen Beitrag zur Verbesserung des globalen Wohlstands leisten.
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