VON SINEM S. | 04.04.2012 15:27
Studiengang für Demenzerkrankung
Spätestens seit Rudi Assauers Bekenntnis ist Alzheimer, auch Alzheimer-Demenz genannt, wieder ein Gesprächsthema in den Medien.
Die oftmals als „heimtückisch“ bezeichnete Krankheit ist das Schreckgespenst vieler älterer Menschen, die befürchten, irgendwann nicht mehr Herr über ihren Verstand zu sein. Demenz fasst dabei begrifflich verschiedene Krankheitsbilder als Oberbegriff zusammen, die mit einem Verlust geistiger Fähigkeiten, Erinnerungen und Orientierung einhergeht. Die bekannteste Form der Demenzerkrankungen ist hierbei die Alzheimer-Demenz, mit 60% zählt sie auch zu der häufigsten Demenzart. Ein neuer Masterstudiengang an der Universität Witten-Herdecke soll nun gezielt Demenzexperten aus allen möglichen Berufssparten hervorbringen.
Der multiprofessionelle Masterstudiengang ist berufsbegleitend und soll in der zukünftigen Gesundheitsversorgung bisherige Lücken schließen. Dabei macht er auch vor Fächergrenzen nicht Halt und wendet sich an Interessenten verschiedener Berufsgruppen, wie z.B. Architekten, Sozialpädagogen, Ingenieure, Geisteswissenschaftler oder auch Juristen. Somit soll sich also nicht nur medizinisch-pflegerisches Personal angesprochen fühlen, sondern auch zunächst Branchenfremde, die dennoch eine wichtige Rolle in der zukünftigen Versorgung dementiell Erkrankter spielen werden. Wichtig ist hierbei die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Masterstudenten, die Masterarbeit z.B. wird von jeweils zwei Studenten zusammen angefertigt, die aus unterschiedlichen Bereichen kommen. So können sich Architekten um eine demenzfreundlichere Wohngestaltung kümmern, während Theologen zum Beispiel Demenzkranke und deren Angehörige besser und professioneller beraten lernen.
Der berufsbegleitende Teilzeitstudiengang startet immer zum Sommersemester, die Bewerbungsfrist endet jeweils am 15. März. Die Studiengebühren betragen 16000 Euro, wobei es die Möglichkeit gibt, sich für ein Teilstipendium der Robert-Bosch-Stiftung zu bewerben, welches die Hälfte der Gebühren übernimmt. Die Bewerbungsfrist läuft jeweils bis Mitte März.
An der FH Bern besteht ebenfalls die Möglichkeit „Demenz und Lebensgestaltung“ berufsbegleitend in 4 Semestern zu studieren, und ein DAS-Diploma of Advanced Studies zu erwerben. Auch hier soll ein interdisziplinärer Ansatz gesellschaftspolitische, medizinische, psychologische und ethische Reflexionen miteinander verbinden und eine optimale Betreuungsqualität der Patienten gewährleisten. Denn oftmals spielen gerade familiär-soziale und institutionelle Faktoren eine große Rolle für den Krankheitsverlauf an Demenz erkrankter Menschen, die Versorgung dieser zusammen mit ihren Angehörigen kann qualitativ ausgebaut werden durch eine gezielte Schulung aller Beteiligten. Die Kosten belaufen sich auf 13800 Schweizer Franken, über Zulassungsvoraussetzungen informiert die Homepage der Hochschule Bern.
-
Zündstoff oder Zeitverschwendung? Über Sinn und Tücken eines MBA-Studiums
Der Master of Business Administration – ein vielerorts heftig diskutiertes Postgraduierten-Programm, das zur Vermittlung von kaufmännischen Grundlagen dient. Während solide Programme im angloamerikanischen Raum als Managerschmieden gelten, hängt ihnen in Deutschland häufig der Ruf eines hübschen Ad-Ons im Lebenslauf an, dessen Nutzen in keinem Verhältnis zum Aufwand steht. Unsere Redakteurin Sivan hat sich mit Sinn und Unsinn solcher Programme auseinandergesetzt.
[...]»
-
Studium-Wahl
Die beliebtesten Studiengänge
Über Jahrzehnte hat sich die Top Five der beliebtesten Studiengänge nur minimal verändert. Womit identifizieren sich Studenten und Studentinnen und was sind die derzeit fünf beliebtesten Studiengänge?
[...]»
-
The Scholar Ship
Aus für Kreuzfahrstudenten
[...]»
-
FH Weihenstephan - München
Geburtsort der ersten deutschen Universität für Brauereiwesen
[...]»
-
Studiengang Agrarwissenschaft/Agrarmanagement: Beste Voraussetzungen für angehende Entwicklungshelfer
Wer plant, später einmal beruflich Entwicklungshilfe zu leisten, sollte bereits sein Studium mit Bedacht wählen. Neben Medizinern, Architekten, Technikern sind vor allem Spezialisten in Agrarwissenschaft und Agrarmanagement gefragt.
[...]»
-
Lehramt – Beruf mit Zukunft?
Jährlich entscheiden sich tausende junge Menschen für ein Lehramtsstudium, sei es aus Überzeugung oder aus der weit verbreiteten Ratlosigkeit hinsichtlich der weniger bekannten Alternativen. Denn wer keine Lust auf Medizin, BWL oder Jura und dennoch nicht die Muße hat, kryptische Studiengangsbeschreibungen für Fächer wie etwa Byzantinistik zu durchstöbern, der landet nicht selten beim Lehramt. Immerhin hat man als Lehrer gute Aufsichten auf einen Arbeitsplatz, folgt man der Redensart „Lehrer braucht man immer“. Was dabei aber nicht außer Acht gelassen werden darf: Genauso wie die Schülerzahlen schwanken auch die Neuanstellungen für Lehrer fast schon im 3-Jahres-Rhythmus. Bleibt die Frage: Wie stehen die Chancen wirklich, nach dem Studium einen Beruf zu finden? Stimmt das Märchen vom allgemeinen Lehrermangel? Wo werden Lehrer gebraucht – und vor allem: welche?
[...]»
-
Kehrseite der Kunst
Künstler kennen oft nur zwei Adjektive um ihren Beruf zu beschreiben: erfolgreich oder chancenlos. Schon im Studium ist der Konkurrenzdruck enorm.
[...]»
-
Man spricht friesisch
Otto Walkes Sprache studieren
[...]»
-
Forschende Kunst im öffentlichen Kontext
Masterstudiengang der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
[...]»
-
Centre Pompidou-Metz: Vom Baum zum Raum
Holz wird als umweltfreundlicher und flexibler Baustoff wiederentdeckt. Holz ist stabiler und flexibler als man glaubt, es kommt lediglich auf die richtige Verarbeitung und Auswahl des Materials an. Ein Paradebeispiel: Die Dachkonstruktion des Centre Pompidou, Metz.
[...]»