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VON ELVIRA GRUB M.A  |  28.01.2011 13:09

Innovationen aus den Hochschulen schneller in die Unternehmen bringen

Innovationsdialoge des Fachhochschulnetzes twin-rlp

Am gestrigen Mittwochabend, 26. Januar 2011 fand mit Vertretern aus Hochschulen und Wirtschaft in den Räumen der IHK Zetis GmbH in Kaiserslautern der 1. Innovationsdialog des rheinland-pfälzischen Fachhochschulnetzes twin-rlp statt.

In Rheinland-Pfalz haben die Fachhochschulen des Landes innerhalb der letzten Jahre ein funktionierendes Netzwerk (twin-rlp) zur Optimierung des Wissens- und Technologietransfers aufgebaut. Oberstes Ziel des Projektes sind der Aufbau und die Intensivierung der Kontakte zur regionalen Wirtschaft sowie die Anregung gemeinsamer Kooperationsprojekte, um Innovationen schneller aus den Hochschulen in die Unternehmen zu bringen.

Bei der gestrigen Veranstaltung stellten Unternehmens- und Hochschulvertreter gemeinsam erfolgreiche Kooperationsprojekte vor, die Anregung und Vorbild für die Zusammenarbeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen mit den Fachhochschulen des Landes sein können. Martin Binz, Vertriebsleiter der GHMT AG lobte den Zugewinn, der durch Kompetenzen erzielt werden könne, die im eigenen Unternehmen so nicht vorhanden seien. Auch Thomas Bauer, Geschäftsführer der MIK Mannheim schätzt es, durch die Kooperation mit der Fachhochschule an Know-how von Fachleuten zu kommen, die sich „an vorderster Front“ wie er es nannte, mit den Problemen beschäftigen, die das Unternehmen zu lösen versucht.

Als besonders attraktiv für die Unternehmen sieht Prof. Dr. Hartmut Opperskalski von der Fachhochschule Kaiserslautern die Chance, Dinge auszuprobieren, die gerade kleine Unternehmen aus eigenen Mitteln gar nicht finanzieren können. Den Unternehmen biete sich hier eine große Bandbreite und Vielfalt möglicher Projekte. Aus kleinen Projekten, wie sie beispielsweise über Studien- oder Abschlussarbeiten von Studierenden übernommen werden, und die durchaus kostenneutral sein können, könnten große werden.

Auf positive Resonanz bei den Unternehmensvertretern dürfte auch die Aussage gestoßen sein, dass erste Beratungsgespräche immer unentgeltlich gemacht werden, dass jede Kooperation vertraglich abgesichert wird, und dass für die Hochschulen Dinge, wie das Einhalten einer vereinbarten Geheimhaltungspflicht zum professionellen Grundrepertoire gehören. Eine Experten-Datenbank, in die die Professorinnen und Professoren aller rheinland-pfälzischen Fachhochschulen mit ihren jeweiligen Kompetenzen eingetragen sind, erleichtert es, die richtige Person für das jeweilige Problem zu finden. Diese Datenbank aktuell zu halten und sich auch landesweit persönlich um die Kontaktanbahnung zu kümmern, ist Aufgabe der twin-rlp-ProjektreferentInnen, an den Fachhochschulen des Landes.

Anja Weber von der Fachhochschule Kaiserslautern, die den ersten Innovationsdialog organisiert hat, ist rundum zufrieden mit dem Interesse, das die Wirtschaftsvertreter am gestrigen Abend gezeigt haben. Und auch die Unternehmensvertreter, die auf dem Podium in den Dialog getreten waren, waren sich zum Ende der Veranstaltung einig: „Die Kooperation mit den Fachhochschulen ist eine gute Sache“.

Eine begleitende Ausstellung informierte über zusätzliche finanzielle Quellen in Form von Fördermitteln für Forschungsprojekte. Darüber hinaus stehen die twin-rlp-Ansprechpartner/innen der verschiedenen Fachhochschulen für Fragen rund um das Thema Kooperation zur Verfügung.

Kontakt: Dipl.-Ing. Anja Weber ++ Tel: 0631/3724-2204 / Mail: anja.weber@fh-kl.de