VON RICHARD KEHL | 22.03.2010 16:39
Die 4. Revolution
Der Kampf gegen den Boykott gegen erneuerbarer Energien
Der Dokumentarfilm "Die 4. Revolution" zeigt anhand von erfolgreichen Geschäftsleuten und anderen weltweiten Beispielen, dass der übergreifende Einsatz erneuerbarer Energien durchaus in den nächsten Jahren vollzogen werden kann. Allerdings verhindert die Vormachtstellung der Energie-Industrie, aufgrund persönlicher, wirtschaftlicher und politischer Interessen, den Wandel.
In Zukunft werden, zumindest nach Prognosen von "Wirtschaftsweisen", drei Märkte die Wirtschaft bestimmen: Das Internet, die Raumfahrttechnik und die Energiewirtschaft.
Nach der Aussage des Filme-Machers Carl-A. Fechner könnten wir problemlos binnen weniger Jahre Ölverbrennung und Atomkraft, vollständig, durch erneuerbare Energien ersetzen - weltweit. In der Dokumentation "Die 4. Revolution" geht es nicht um "blinde" Öko-Aktivisten, dessen Visionen, Forderungen zwar edel, aber auch völlig unrealistisch sind. Anhand von cleveren und auch verantwortungsvollen Geschäftsleuten wird aufgrund praktischer Beispiele im Film aufgezeigt, wie verantwortungslos wir mit unseren Energie-Ressourcen umgehen und wie einfach wir auf alternative Solar-, Wasser-, und Windkraft, in naher Zukunft, wechseln könnten. Diesen Zustand prangert auch der Autor Hermann Scheer in seinem Buch „Energie-Autonomie“ an, der sicherlich auch Fechner zu seiner Film-Doku "Die 4. Revolution" inspiriert hat.
Demgegenüber stehen Aussagen der Industrie: Diese behaupten nach wie vor die Technologie sei zu kostenintensiv, nicht weit genug entwickelt, nicht flächendeckend einsetzbar etc. – vielleicht in 15 oder 20 Jahren. Ein sogenannter Experte, ehemaliger OPEC-Berater, der aktuell mehrere dutzend Regierungen in Sachen Energieversorgung berät, behauptet sogar das Gegenteil: Der Bedarf an Energie wird immer mehr steigen. Die Energieversorgung kann in Zukunft ohne den Ausbau von Kohle und Atomkraftwerken gar nicht mehr gewährleistet werden. 80 Prozent der Energie wird im Jahre 2030 davon gedeckt werden.
Zudem sei alternative Stromgewinnung zu teuer und somit würden auch Strompreise steigen.
Traurige Tatsache ist, dass durch wenige Spekulanten der Ölpreis künstlich in die Höhe getrieben wird. Der Verbund erdölexportierender Länder, auch unter OPEC bekannt, duldet dies nicht nur, sondern fördert dieses Verhalten. Im Film "Die 4. Revolution" wird die These aufgestellt, dass die Menschheit nicht mehr vom Öl abhängig sein muss – die Technologie hierfür ist bereits vorhanden, scheitert allerdings an politisch konservativen Widerständen: Der Wandel von zentraler, kommerzieller in dezentrale, kostenlose Primärenergieversorgung würde zu großen Bankrott-Segmente der Energie-Industrie führen.
Stattdessen werden immer wieder neue Ausreden seitens der Politik, Wirtschaft und Industrie gefunden, um die Rohstoffausbeutung unseres Planeten - und der damit verbundenen Energie-Lobby - voranzutreiben. Das Geschäft mit der Giftmüll-Entsorgung ist längst eines der wichtigsten Geschäfts-Zweige von Mafia-Strukturen geworden. Waren einst italienische Küsten Bilderbuch-Landschaften, wird hier auf Baustellen und Meeren illegal Atom-Problem-Müll auf Kosten der Umwelt und der ansässigen Bevölkerung entsorgt. Zeit umzudenken, gegen die Energie-Lobby zu handeln, wenn wir unseren Nachkommen eine nachhaltig lebenswerte Welt überlassen wollen.
Diesen Negativbeispielen aus der Dokumentation "Die 4. Revolution" steht eine kleine Schar engagierter Protagonisten gegenüber. Darunter: Sportwagen-Elektro-Autohersteller Elon Musk mit der Marke: Tesla, Windparkbetreiber Michael Willenbacher, Entwicklungshelfer in Afrika, einer Chemieprofessorin und andern weltweit verteilten Aktivisten mit Musterbeispielen von erneuerbarer Energiegewinnung.
Sicherlich verfolgen manche Geschäftsleute aus diesem Sektor auch wirtschaftliche Interessen, aber nicht auf Kosten der Menschheit. Jedenfalls soll man den Film "Die 4. Revolution" nicht nur konsumieren, sondern sich aktiv an der vierten Revolution beteiligen.
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