VON MICHAEL SCHÜRZ | 05.03.2015 17:32

Lohnt es sich für einen MBA ins Ausland zu gehen und auf was sollte man achten?

Jeder Studieninteressent ist dazu berechtigt, an einer Universität seiner Wahl und unter denselben Bedingungen wie die jeweiligen Staatsangehörigen zu studieren. Dies gilt nicht nur für den europäischen Raum, sondern auch weltweit.

Vor allem Studentinnen und Studenten, welche sich für einen MBA interessieren, sind oftmals einem Studium im Ausland oder zumindest einem zeitlich beschränkten Auslandsaufenthalt zu Studienzwecken nicht abgeneigt.

Als großes Plus, das damit verbunden ist, erweist sich die Tatsache, dass man einerseits die Fremdsprachenkenntnisse verbessern und gleichzeitig neue kulturelle Erfahrungen sammeln kann. Vor allem Letzteres wird bei künftigen Arbeitgebern sehr positiv bewertet. Eine grundsätzliche Entscheidung ist außerdem jene, ob man das Studium in Vollzeit mit einem mehrmonatigen Auslandsaufenthalt (und vorübergehender Beurlaubung) oder in Teilzeit mit einem oder mehreren zeitlich befristeten Auslandsaufenthalt(en) durchführen möchte.

Hat man sich für eine Studienvariante und die Art des Auslandsstudiums entschieden, so gilt es, die verschiedenste Dinge zu beachten wie etwa die - je nach Studienland und Business School - meist recht unterschiedlichen Aufnahmebedingungen und Zulassungsvoraussetzungen sowie die zum Teil sehr hohen Studiengebühren.

Kosten

Checkliste

Für ein Studium im europäischen und internationalen Ausland ist ein Sprachtest wie zum Beispiel der TOEFL (Test of English as Foreign Language) ein Standard-Test, der erfolgreich absolviert werden muss. Damit wird geprüft, ob Sie die im Rahmen eines MBA-Studiums am häufigsten verwendete Fremdsprache auch wirklich beherrschen. Je nach School werden außerdem Erststudien (wie etwa ein Bachelor-Abschluss) oder eine ein- bis mehrjährige Berufserfahrung im Managementbereich gefordert.

Es gibt zudem große Unterschiede, was die Gebühren betrifft. In manchen Ländern ist ein Universitätsstudium kostenlos, in anderen wiederum können die Kosten sehr hoch ausfallen. Das ist besonders dann der Fall, wenn es sich um eine international sehr renommierte School handelt. Um die Hürde der Studiengebühren erfolgreich zu bewältigen, empfiehlt sich ein Gespräch mit Ihrem aktuellen Arbeitgeber. Diese übernehmen manchmal einen Teil der Studiengebühren, wenn Sie sich im Gegenzug dazu verpflichten, nach dem erfolgreichen Studienabschluss weiterhin im Unternehmen tätig zu sein und Ihre neuen Fachkenntnisse in den Betrieb miteinzubringen.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Förderungen zu beantragen oder sich um ein Stipendium zu bewerben. Die Anzahl und Art der Förderungen bzw. der Stipendien sind länderspezifisch unterschiedlich und sollten vorab im Internet recherchiert werden – eine ersten Stipendienüberblick erhalten Sie beispielsweise auf der Plattform mba.de. Tragen Ihre Bemühungen keine Früchte und planen Sie in Vollzeit im Ausland zu studieren, so sollten Sie damit beginnen, sich zu erkundigen, welche Verdienstmöglichkeiten neben dem Studium bestehen.

Zusammenfassung
Auslandserfahrung wird bei global handelnden Unternehmen sehr positiv gesehen, Sie sind es auch, die Managern mehr und mehr ein umfangreiches kulturelles Verständnis und ein Denken über den nationalen Markt hinaus abverlangen. Ein MBA (oder Master) ist der auf internationaler Ebene gängigste Abschluss und wegen seiner weiten Verbreitung und der Vielfältigkeit der Programme nach wie vor sehr bedeutsam. Einen MBA (oder Master) im Ausland zu studieren, bedeutet eine ideale Möglichkeit, andere Kulturen näher kennenzulernen. Man sollte aber darauf achten, dass Auslandserfahrung auch mit einem sehr hohen Kostenaufwand verbunden sein kann. Deshalb muss man bereits im Vorfeld abschätzen, ob das Studium in einem anderen Land wirklich notwendig ist und falls JA, welches Land und Programm den persönlichen beruflichen Werdegang am effektivsten positiv beeinflusst.